Cleantech

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Forschung und Innovation

Gut positionierte Forschung

Die Schweizer Cleantech-Forschung ist gut positioniert; die Tendenz verglichen mit der weltweiten Forschungsaktivitäten in diesem Bereich ist jedoch leicht rückläufig. Zudem erschwert die fragmentierte Forschungslandschaft Unternehmen den Zugang zum Hochschulwissen. Eine Situationsanalyse in Kürze.
Mit dem Solarsimulator am Paul Scherrer Institut (PSI) werden solarchemische Prozesse erforscht, zum Beispiel zur Herstellung solarer Brennstoffe. (PSI)
Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI hat die Schaffung neuen Cleantech-Wissens durch die Forschung, anhand von Patentanmeldungen untersucht. Patente gelten als Frühindikatoren für Innovation. Die ISI-Studie kommt zum Schluss, dass in der Schweiz eine gute Wissensbasis für Cleantech vorhanden ist. Im Zeitraum 1991–2007 sind die Schweizer Patentanmeldungen zu Cleantech um das 2,5-fache gestiegen. Durchschnittlich 15 % der jährlichen Patentanmeldungen in der Schweiz sind diesem Bereich zuzuordnen.

Im Betrachtungszeitraum 1991–2007 hat der Schweizer Anteil an den weltweiten Cleantech-Patenten von 3 % auf 2 % abgenommen. Während dieser Anteil in den 1990er-Jahren noch höher war als der Schweizer Beitrag zu den weltweiten Patenten über alle Technologien hinweg, liegt er seit 2000 leicht darunter.

Patentanteil der Schweiz an den Patentanmeldungen der Welt 1991-2007
Quelle: Berechnungen des Fraunhofer ISI (2010)

Die Wissensbasis bei Cleantech ist ähnlich gut ausgeprägt wie die Schweizer Wissensbasis insgesamt. Eine positive Spezialisierung ist bei erneuerbaren Materialien vorhanden. In allen Cleantech-Teilbereichen hat sich die Position der Forschung im Zeitraum 2000–2007 gegenüber 1991–1999 leicht verschlechtert.

Forschungswissen systematisch sichern

Um Wissen aus der Forschung nachhaltig aufzubauen und zu nutzen, ist eine systematische Wissenssicherung notwendig. Dieser Prozess ist insbesondere für Fachhochschulen eine grosse Herausforderung. Aufgrund ihrer praxisorientierten Ausrichtung, der regionalen Gliederung mit einer Vielzahl von Standorten sowie der gemischten Trägerschaft und Finanzierung durch Kantone und Bund haben sie Schwierigkeiten, ihr Wissen systematisch zu sichern. An den relativ kleinen Instituten ist Wissen stark an Individuen gebunden; personelle Wechsel haben häufig die Veränderung inhaltlicher Schwerpunkte zur Folge. Den Fachhochschulen fehlen häufig die notwendigen Mittel, um Wissen von Personen zu lösen und an Institutionen zu binden.

Transfer in die Industrie

Damit Unternehmen von den Erfindungen an Hochschulen profitieren können, müssen sie Zugang zu deren Wissen haben. Die fragmentierte Forschungslandschaft mit einer grosser Anzahl kleiner Institute erschwert diesen Wissens- und Technologietransfer. Zudem sind die speziell eingerichteten WTT-Stellen der Hochschulen eher angebotsorientiert: Sie suchen vor allem Abnehmer für ihre Technologien und sind weniger darauf ausgerichtet, die Bedürfnisse der Unternehmen aufzugreifen und entsprechende Lösungen zu suchen. Im Vergleich zur gut ausgebauten Grundlagenforschung ist die anwendungsorientierte Forschung, bei der Erfindungen in konkrete Anwendungen umgesetzt werden, mit deutlich weniger finanziellen Mitteln ausgestattet.

Die Förderinstrumente im Bereich Forschung werden von der Wirtschaft als gut eingestuft und funktionierende WTT-Netzwerke sind vorhanden. Es besteht jedoch eine unklare Rollenverteilung zwischen Kantonen und Bund bei den Förderinstrumenten.

Schliesslich sind auch bei der Finanzierung von Innovationen und Start-up-Unternehmen Lücken festzustellen, insbesondere in der frühen Phase. Ein besonderes Anliegen der Unternehmen ist die finanzielle Förderung von Pilot-und Demonstrationsanlagen. Sowohl für den Absatz auf dem Binnenmarkt als auch im Export ist es wichtig, den Kunden neue Technologien im industriellen Massstab in Form von Pilot- und Demonstrationsanlagen zeigen zu können.

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Links

Hochschulen und Institute / Forschungs- und Innovationsförderung des Bundes / Netzwerke für den Wissens- und Technologietransfer


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